Geschichte

Im vorigen Jahrhundert, im Jahre 1926, kam der Hof durch eine Heirat in den Besitz der Familie Forsthuber. Momentan bewirtschaften die Eheleute Otto u. Maria mit deren Kindern Anna, Aaron, Peter und Vera das Anwesen. Vorher wurde dieses Anwesen seit der ersten urkundlichen Erwaehnung im Jahre 1570 immer wieder verkauft und das 13 mal.

Die geographische Lage im Gemeindegebiet Seekirchen ist ziemlich im Osten im Ortsteil Fischtaging. Die Hoehenlage des Hofes ist 550m über dem Meeresspiegel und liegt in einer Grube, wie der Hofname schon aussagt. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt laut ZAMG 1400 Liter/m². Im Norden, Osten und Sueden sind wir von Waeldern umgeben, was in puncto Sonneneinstrahlung im Fruehling und Herbst einen erheblichen Nachteil bedeutet. Unser Grund und Boden wird seit dem Jahre 1966 nach der organisch biologischen Wirtschaftsweise bearbeitet. Die Idee und Praxis kam von Dr. Hans Mueller und seiner Frau Maria aus der Schweiz, sowie dem Arzt Dr. Hans Peter Rusch aus der BRD, der die wissenschaftliche Grundlage abdeckte. Das Ganze wurde zur Selbsthilfe gegründet und sollte den Bauern zur vermehrten Unabhaengigkeit verhelfen. Dies ist dankbarer Weise in unserem Falle auch wirklich passiert. 

Momentan leben am Hof 6 Milchkühe und deren Kälber der Altsalzburger Rasse "Pinzgauer". Diese werden mit 12 Monaten geschlachtet und als Jungrindfleischpakete direkt ab Hof verkauft. Die silofrei produzierte Rohmilch wird an die Salzburger Landkaeserei verkauft und in Lamprechtshausen zu Bioemmentaler verarbeitet. Die Wirtschaftsflaeche umfaßt "nur" 5,7 Hektar und teilt sich in 4,9 Hektar Wechselwiesen und 0,8 Hektar Acker auf. Letztere wird in ca. 700 m² Foliengewaechshaeuser, der Rest in Freilandanbaufläche unterteilt. Auf diesen Flächen wachsen Hackfruechte, Huelsenfrüchte und ca. 25 verschiedene Gemuesesorten über das Vegetationsjahr verteilt. Der Ertrag dieser Ernte wird woechentlich am Samstag von 8:30 - 11:30 Uhr am Bauernmarkt in Seekirchen und  jeden Donnerstag von 16:30 - 18:00 Uhr in Henndorf feilgeboten. Außerdem gibt es die Möglichkeit  nach tel. Vereinbarung ab Hof einzukaufen. Durch die Frische, den Geschmack und das Wissen, daß unsere Lebensmittel nie mit Herbizid-, Pestizid-, Insektizid-, und Fungizidduschen in Berührung kommen, ist der Absatz an den Endverbraucher kein Gewissenskonflikt, sondern eine wahre Freude. Die Bio-Landwirtschaft ist einzigartig. In ihr werden Kreisläufe geschlossen, werden keine zusätzlichen Belastungen dem Boden und der Luft zugeführt, auch nicht durch hofeigenen Wirtschaftsdünger, denn die Viehanzahl stimmt zur Grundfläche.  Mist und Jauche werden mit ca. 70 verschiedene Milchsäurebakterien geimpft, um einen aeroben Zustand zu bekommen. Diese Praktiken kann ein Laie bei der Ausbringung mit seinem Geruchssinn sofort erkennen. Mist und Jauche vom Biobetrieb riecht nicht unangenehm. Dadurch fördern wir die Mikroorganismen, um den Gräsern, Kräutern und Pflanzen die beste Ausgangslage zum Wachstum und zur Entwicklung bereitzustellen. Außerdem streuen wir noch Urgesteinsand, um dem Boden bei der Krümmelbildung zu helfen. 

Lieber Leser, Sie sehen, es ist ziemlich umfangreich über unseren Betrieb zu berichten. Deshalb bieten wir auch Exkursionen an, um Menschen in der Region "Heimat" zu zeigen, wie Ökonomie ohne künstlichen Dünger, ohne Chemieeinsatz praktisch aussieht. Nach einem Besuch bei uns werden Sie den Unterschied besser verstehen.