Geschichte

Im vorigen Jahrhundert, im Jahre 1926, kam der Hof durch eine Heirat in den Besitz der Familie Forsthuber. Momentan bewirtschaften die Eheleute Peter und Stefanie mit der vorhergehenden Generation, Otto und Maria, das Anwesen.

Geographisch liegt der Hof in Fischtaging, im östlichen Teil von Seekirchen. Die Höhenlage des Hofes ist 550m über dem Meeresspiegel und liegt in einer Grube, wie der Hofname schon aussagt. Im Norden, Osten und Süden sind wir von Wäldern umgeben, was in puncto Sonneneinstrahlung im Frühling und Herbst einen erheblichen Nachteil bedeutet. Unser Grund und Boden wird seit dem Jahre 1966 nach der organisch biologischen Wirtschaftsweise bearbeitet. Die Idee und Praxis kam von Dr. Hans Mueller und seiner Frau Maria aus der Schweiz, sowie dem Arzt Dr. Hans Peter Rusch aus der BRD, der die wissenschaftliche Grundlage abdeckte. Das Ganze wurde zur Selbsthilfe gegründet und sollte den Bauern zur vermehrten Unabhängigkeit verhelfen. Dies ist dankbarer Weise in unserem Falle auch wirklich passiert.

Momentan leben am Hof 7 Milchkühe und deren Kälber der Altsalzburger Rasse "Pinzgauer". Die Kälber werden mit 12 Monaten geschlachtet und als Jungrindfleischpakete direkt ab Hof verkauft. Die silofrei produzierte Rohmilch wird an Salzburger Milch verkauft. Die Wirtschaftsfläche des Hofes umfasst 8,8 Hektar, davon sind knapp 900 m² Foliengewächshäuser. Auf diesen Flächen wachsen Hackfrüchte, Hülsenfrüchte und ca. 25 verschiedene Gemüsesorten über das Vegetationsjahr verteilt. Der Ertrag dieser Ernte wird wöchentlich am Samstag von 8:30 - 11:30 Uhr am Bauernmarkt in Seekirchen und jeden Donnerstag von 16:30 - 18:00 Uhr in Henndorf verkauft. Außerdem gibt es die Möglichkeit nach telefonsicher Vereinbarung ab Hof einzukaufen. Durch die Frische, den Geschmack und das Wissen, dass unsere Lebensmittel nie mit Herbizid-, Pestizid-, Insektizid-, und Fungizidduschen in Berührung kommen, ist der Absatz an den Endverbraucher kein Gewissenskonflikt, sondern eine wahre Freude.
Die Bio-Landwirtschaft ist einzigartig. In ihr werden Kreisläufe geschlossen und keine zusätzlichen Belastungen dem Boden und der Luft zugeführt, auch nicht durch hofeigenen Wirtschaftsdünger, denn die Viehanzahl passt zur Grundfläche. Mist und Jauche werden mit ca. 70 verschiedene Milchsäurebakterien geimpft, um einen aeroben Zustand zu bekommen. Diese Praktiken kann ein Laie bei der Ausbringung mit seinem Geruchssinn sofort erkennen. Mist und Jauche vom Biobetrieb riecht nicht unangenehm. Dadurch fördern wir die Mikroorganismen, um den Gräsern, Kräutern und Pflanzen die beste Ausgangslage zum Wachstum und zur Entwicklung bereitzustellen. Außerdem streuen wir noch Urgesteinsand, um dem Boden bei der Krümelbildung zu helfen.

Lieber Leser, Sie sehen, es ist ziemlich umfangreich über unseren Betrieb zu berichten. Wir möchten Ihnen zeigen, wie Ökonomie ohne künstlichen Dünger, ohne Chemieeinsatz praktisch aussieht. Nach einem Besuch bei uns werden Sie den Unterschied besser verstehen..